Inzwischen haben sich die Micro-Treter des chinesischen Herstellers Mooer auf unzähligen Pedalboards breitgemacht, obgleich von breitmachen ja wirklich keine Rede sein kann. Quasi frisch aus dem Mooer-Kreißsaal kommt das Varimolo, ein Tremolo-Effekt, oder genauer variables Tremolo.
Ein gummiertes Bodenblech sorgt unter dem stabilen Alu-Druckgussgehäuse für Stand- und Rutschfestigkeit. Die stirnseitige Netzteilbuchse – Batteriebetrieb ist angesichts der Gehäusegröße natürlich ausgeschlossen – hat man in die Chassisaussparung geschoben und über Litzen und Steckschuh mit der Platine verbunden. Dies garantiert sicheren Kontakt ohne mechanische Belastung von Platinenlötpunkten, zumal die Buchse durch das verschraubte Bodenblech vollständig arretiert wird. Versetzt montiert gibt es seitlich In- und Output-Klinkenbuchsen, oben drauf den stabilen Fußschalter (True Bypass), eine blaue Status-LED, den Hauptregler Depth für den Effektpegel, die Minipotis Rate (Tremologeschwindigkeit) und Shape (Wellenform) sowie einen Schalter für die Betriebsarten Normal, Filter und Variable.
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Offenbar hat sich Mooer die Kritik von Fachpresse und Usern zu Herzen genommen und den kleinen Potiknöpfen weiße Markierungen spendiert, um deren Einstellungen besser ablesbar zu machen. Rate bietet ein breites Tempo-Spektrum von extrem langsam bis Maschinengewehrsalve, Shape lässt das Tremolo von weich bis hart ein- und ausfaden.
Dreht man Depth ganz nach links, liegt am Ausgang ausschließlich das Direktsignal an. Während der Filter Mode eine Art pulsierenden umgekehrten Wah-Effekt erzeugt, der bei zurückhaltend dosierten Einstellungen auch Leslie-Simulationen ermöglicht, bietet Variable Mode rhythmisches Tremolo im Bonanza-Groove (1x 8tel, 2x 16tel, 1x 8el, 2x 16tel usw.). Unterm Strich präsentiert sich das Varimolo als sehr vielseitig einsetzbares und einfach zu bedienendes Tremolo, das mit interessanten Effektvarianten, guter Klang- und Signalqualität und geringen Nebengeräuschen Pluspunkte einfährt.